Vitamin W - Folge 17 - Mythos Komfortzone

Shownotes

In dieser Folge von Vitamin W, dem Podcast für mehr Wertschätzung in der Arbeitswelt, begrüßen die Hosts Denis Buss und Dorothea Frommberger die Zuhörer:innen zu einem besonderen Dialogformat, in dem sie sich intensiv und herausfordernd mit dem Thema Wachstum, Veränderung und Komfortzone auseinandersetzen und dabei ihre eigenen Erfahrungen und Prägungen reflektieren.

Zu den Höhepunkten zählen die persönliche Reflexion der Hosts über ihre eigenen Glaubenssätze zu Leistung und Anstrengung, die differenzierte Diskussion über psychologische Sicherheit als Innovationsmotor, die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Mythen rund um Stress und Erfolg sowie die Debatte über die Rolle von Führung und individueller Motivation bei Veränderungsprozessen.

Wirksamer Wandel braucht Wertschätzung! Denis und Doro sind Sparringspartner, Berater und Begleiter für wirksame Trans­formation zu mehr Wertschöpfung mit Wertschätzung. Dafür aktivieren sie Veränderungsenergie in Unternehmen, Teams und bei Menschen im Wandel - mit dem Podcast Vitamin W und mit Beratung und Workshops.

Vitamin W ist eine Eigenproduktion von Denis Buss und Dorothea Frommberger. Alle Infos zu Kontakt, Datenschutz und Rechtlichem finden sich auf der Seite http://vitamin-w.world. Danke an Martin Wagemann für den großartigen Schnitt dieser Podcast-Folge. Credits für die eingesetzte Musik im Podcast: MF-13759 "Poiz"

Transkript anzeigen

00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Vitamin W im Wertschätzungspodcast.

00:00:09: Ja, wir sind wieder hier heute mit einer neuen Folge.

00:00:11: ich bin Dennis Und

00:00:12: ich bin die Doro, hallo!

00:00:15: Ja und heute wollen wir mal was ganz anderes machen.

00:00:17: Heute wollen wir noch einmal stärker in den Dialog zwischen Doro und Dennis geben und haben uns dafür eigentlich ein ganz interessantes Thema ausgesucht.

00:00:24: Ganz

00:00:24: genau Wir haben gedacht dass wir uns beide auch mal so ein bisschen challenging an den Themen rund um ja Wertschätzungen natürlich auch Veränderungsenergie, mit denen wir uns ja sehr intensiv beschäftigen.

00:00:35: Genau und da haben uns heute ein sehr spannendes Thema herausgesucht.

00:00:38: es geht nämlich darum, warum viele Menschen eigentlich glauben das Wachstum und Veränderung nur aus dem Schmerz heraus entstehen kann also wenn man aus der Komfortzone sozusagen rausgeht.

00:00:52: vielleicht ist das Gegenteil genau richtig.

00:00:54: was meinst du Dennis?

00:00:55: Ich erlebe das schon jedes Wochenende wenn ich einmal in der Woche im Fitnessstudio bin, dass mir immer wieder gesagt wird Wachstum geht nur aus Schmerz heraus.

00:01:03: Das heißt, die Muskeln können nur dann wachsen wenn ich immer wieder an die Grenze gehe.

00:01:08: Ja

00:01:08: das ist ein gutes Beispiel.

00:01:09: also... Sport ist bei mir ja positiv besetzt.

00:01:13: Insofern habe ich ein bisschen anderen Zugang dazu, aber bei mir hat es mehr was mit meiner Arbeit zu tun auch und da falle ich immer wieder in dieses Muster zurück, was ich so als Kind gelernt hab Wenn du dich nicht richtig ansteigend strengst und das tut richtig weh und du bist richtig müde dann kannst du nix werden.

00:01:32: Geh da immer mal ordentlich irgendwie in den Schmerzpunkt, denn nein ist doch totaler Blödsinn oder?

00:01:37: Ja ich weiß nicht ob es blödsin ist oder vielleicht genauso stimmt.

00:01:40: Ich bin auf jeden Fall genau so sozialisiert worden dass man irgendwie dem dem Leichten nicht so viel zutraut, dem Schwierigen traut man irgendwie mehr zu.

00:01:48: Und so habe ich das eigentlich auch immer erlebt, dass man sich immer wieder challenged weil nur dadurch Wachstum möglich ist, immer weiterzugehen.

00:01:56: und ja, ich würde das gerne mal mit dir diskutieren ob es denn wirklich so ist?

00:02:01: Guter Punkt!

00:02:01: Jetzt sind wir beide ja irgendwie doch auch... Ich will mal sagen gewisse kreative Wurzel also.

00:02:06: wir sind hier auch Ideenentwickler und Lösungs- und Pfadfinder gedankliche Weiß ich nicht.

00:02:14: Wie erlebst du das in Situationen, wo du vielleicht einen inneren Druck hast?

00:02:20: Du darfst jetzt vielleicht auch Ideen entwickeln, Konzepte entwickeln.

00:02:26: Musst du dich dazu wulf?

00:02:28: oder wie ist es wenn du dich wohl fühlst?

00:02:30: entsteht da eher was tatsächlich?

00:02:32: Kennst du die Situation oder ist es wirklich immer so?

00:02:35: der Druck ist, der Termin ist da... Es muss etwas passieren!

00:02:40: Ich glaube, ich erinnere mich an mehr Situationen wo der Druck hinterher dazu geführt hat dass man Höchstleistungen geholt hat.

00:02:47: Aber wenn ich mal ganz genau hinschaue in meine Geschichte und in meiner Erfahrung Eigentlich stimmt das gar nicht.

00:02:54: Das ist vielleicht nur die Drucksituation, die einem besonders in Erinnerung geblieben ist.

00:02:59: Die war dann gleichzeitig mit ziemlich viel Schmerz drum herum, viel Nervosität bei allen Beteiligten auch verbunden.

00:03:05: und vielleicht erinnert man sich nur einfach nicht daran dass man mal den einen fantastischen Gedanken In einer Ruhephase hatte wo man ganz entspannt mal einen taglang kreativ sein konnte und vielleicht eine Ausschreibung ein Pitch vorbereitet hat eine tolle kreative Idee vorbereitet.

00:03:21: Irgendwie in Erinnerung bleiben dann eher die Drucksituation, eigentlich total schade.

00:03:25: Voll!

00:03:26: Ja wie du jetzt so sagst, hundertprozentig resoniert in mir genauso.

00:03:32: So mit mir selbst und ich habe gerade so überlegt... Ich meine wir sind ja auch immer im Kontext mit anderen Menschen unterwegs wenn wir sitzen hier nicht nur da und so isoliert und überlegen uns irgendwas sondern das spielt ja immer das Umfeld.

00:03:43: Kollegen-Kollegin spielt eine Rolle und da frage ich mich grade Wie ist es bei dir?

00:03:49: mit dieser Sicherheit auch.

00:03:51: Das heißt ja auch schon psychologische Sicherheit, also der Raum, der einem auch so eine gewisse Komfortzone gibt weil man weiß man da Fehler machen.

00:04:00: wie wichtig ist das?

00:04:03: Ich würde mal sagen wenn ich das im Agentur Kontext sehe dann bin ich jetzt nicht nur alleine, ich bin ja nicht nur einer Insel sondern ich denke natürlich mein gesamtes Unternehmen mit und stelle fest dass psychologische Sicherheit erst mal auf jeden Fall gegeben sein muss für alle Beteiligten und dass die dann schon erstmal dazu führt, das wir alle auch entspannt arbeiten können.

00:04:28: Wenn wir aber an diese kreativen Höchstleistungen denken, dann nehmen wir vielleicht die psychologischen Sicherheit auch als gegeben an und fangen dann trotzdem an der Druckschraube zu drehen.

00:04:39: Und ich frage mich ob das so nötig ist?

00:04:42: Ob man nicht eigentlich viel mehr sich Freiheiten nehmen sollte, Freiräume nehmen sollten um ohne Druck immer wieder dieses kreative umzusetzen.

00:04:53: Ich bin mir da irgendwie unsicher.

00:04:54: manchmal denke ich aber auch im Agenturgeschäft, dem Unternehmensgeschäft der Druck muss da sein und wenn man den Druck sich nicht selber macht dann wird es schon irgendwo einen Kunden geben oder eine Kundin die einem von außen den Druck macht.

00:05:06: und schon ist zwar psychologische Sicherheit immer noch da Aber der Druck ist plötzlich auch da Und nur dann hat man den Eindruck, kann man jetzt richtig funktionieren.

00:05:16: Ja, spannend!

00:05:17: Wie ist das bei dir?

00:05:17: Wie hast du es erlebt?

00:05:19: Gerade weil du Agenturwelt gerade noch mehr erwähnt hast, kenne ich ja auch und ich kenne ja so die krassen Beispiele eben aus den in den neunzig Jahren High Flyer Agenturen wie Springer und Jakubi, Daniel von Nutt.

00:05:34: Das ging ja nur mit Druck und tatsächlich extremsten Druck sogar.

00:05:41: Mein damaliger Chef hat immer gesagt, also wenn ich mit einer Idee kam die ich schon ziemlich cool fand.

00:05:48: Frau Merger das ist echter Müll, Sondermüll!

00:05:51: Wenn du eine gute Idee hast kommst du bitte irgendwie nochmal wieder.

00:05:54: und was noch mal wieder kommen dazwischen nach einem Wochenende und überhaupt viele lange Nächte.

00:05:59: Fakt ist... Ich habe dann am Ende etwas gemacht, was gut seinen Plazett fand.

00:06:06: okay es war auch richtig gut.

00:06:09: Ich weiß aber nicht wie es gewesen wäre, wenn ich eher einen... psychologisch sicheren Raum gehabt hätte, wo ich das Gefühl gehabt hätte okay.

00:06:18: Ich kann auch mal mit Sondermüll kommen den ich vielleicht so wahrnehme der aber nicht so bewertet wird.

00:06:24: halt weil das schüchtert dich natürlich total ein und du weißt im Ende gar nicht mehr so richtig wo du wirklich stehst und dass verschiebt die Maßstäbe eben auch die eigenen.

00:06:33: Eigentlich eigentlich erzählst Du jetzt gerade ja auch von einem System wo du unter Druck gesetzt wurden bist wo es gar nicht um den eigenen druck geht wie man sich selber macht Und beides ist ja irgendwie ein typischer Teil sowohl der Druck von außen als auch der Druck, von einem selber.

00:06:47: Von einer Leistungsgesellschaft die wir so erleben.

00:06:49: Du musst Leistungen liefern und da ist es auch so egal ob psychologische Sicherheit hier oder nein, egal was kommen.

00:06:57: Du muss diese Leistung bringen und das finde ich halt so spannend dass man sieht eigentlich sind wir so stark an uns diese Leistungsgesellschaft gewöhnt, dass wir uns dann in der Arbeit manchmal diese Komfortzone gar nicht gönnen.

00:07:13: Dass wir die gar keine richtige Erlaubnis erteilen!

00:07:16: Absolut.

00:07:17: Und ich glaube auch, dass dieses System was du jetzt gerade so als Leistungsgesellschaft ja mit bestimmten Mustern die klar definiert sind auch beschreibst ist das auch im Bestimmten wie soll ich sagen konditionierten Typus anzieht.

00:07:30: also Ja die Gesellschaft oder beziehungsweise diese Leistungs gesellschaft Formt uns natürlich in gewisser Weise, aber wir haben natürlich schon ... Ich hatte es ja vorhin auch gesagt.

00:07:40: Also wie habe ich das als Kind erlebt?

00:07:42: Sonst viele Kinder sicherlich erleben.

00:07:44: Da bekommst du schon vormatiert rein!

00:07:47: Insofern ist das noch mal ein zusätzlicher Verstärker.

00:07:49: Die Frage, die ich mir dann immer stelle... Du hast ja auch einen Kind und ich hab eine Tochter, die war jetzt schon erwachsen.

00:07:56: Aber da habe ich gedacht, hey, ich mache das anders.

00:08:00: Ich versuche wirklich den Rahmen zu setzen der weniger Druck erzeugt der mehr Sicherheit schafft, der eine Fehlerkultur auch zulässt.

00:08:09: Und trotz alledem ist da auch das ein oder andere vielleicht in die falsche Richtung gelaufen und ich frag mich was könnten wir tun?

00:08:15: Was könnte unser System, was können wir in der Erziehung... Ich mag das Wort eigentlich schon nicht aber in der Beeinflussung von Kindern tun damit es anders geht.

00:08:24: Was meinst du?

00:08:25: Also wenn man sich manche Schulformen anguckt oder auch Reformpedagogik anguckt und das meine ich jetzt natürlich bezogen dann auf Schulen, auf Erziehung.

00:08:35: Dann sieht man ja schon dass es eine Menge Ideen gibt, Programme gibt die so ein bisschen außerhalb der Leistungsgesellschaft funktionieren.

00:08:43: Und ich will jetzt gar nicht, so gut kenne ich mich jetzt nicht aus bei den Themen Reformpädagogik Waldorf Pädagogic

00:08:49: etc.,

00:08:50: aber ich weiß dass es da auf jeden Fall ja auch Bestrebungen gibt jemanden gezielt rauszunehmen aus der Leistung gesellschaft eher hin in so einen Fördern des kompletten Entwicklungspotenzials und das finde ich sehr schön.

00:09:02: Ich fragt mich nur was passiert dann am Ende der Schulzeit?

00:09:06: Weil dann wird hinterher doch irgendwie das zentral Abitur verlangt als Beispiel, dann wird doch eine Anpassung an die Leistungsgesellschaft plötzlich wieder verlangt.

00:09:16: Und hat man dann genügend Skills vorher bekommen um in der Leistungs- gesellschaft zu überleben?

00:09:22: Überleben ist ein großes Wort aber vielleicht können wir einfach nur davon ausgehen und das wäre jetzt mal so eine größere These, die ich mal jetzt hier mit reinbringen will.

00:09:32: Vielleicht gibt es einfach keine Komfortzone.

00:09:34: Vielleicht ist die Komfort Zone eine richtige Täuschung.

00:09:38: Wir können in einer Leistungsgesellschaft eigentlich nie eine Komfortzone wirklich umsetzen.

00:09:44: Steile These, also mäßig anders... mag sein, das weiß ich nicht ob es gar nicht umsetzen könnte.

00:09:54: Ich glaube wir können es!

00:09:55: Es ist vielleicht eher so eine Art wie so ein Art Graswurzelbewegung.

00:09:58: also es geht sicherlich nicht funktionieren dass wir sozusagen im Kollektiv oder in größeren Systemen wie dem Bildungssystem was du gerade angesprochen hast immer so ganz grundsätzlich etwas umsetzten aber dass wir es sozusagen als kleines Flenslein sehen im Grunde genommen in uns selbst und da sind wir verantwortlich als Eltern als B-Ein, positive B Einflusser eben auch unserer Kinder etwas anderes in Bewegung zu bringen.

00:10:26: Also weiß ich nicht, Inspirationen zu geben vorzuleben Vorbild zu sein.

00:10:32: wie kann eine Komfortzone aussehen?

00:10:34: Wie kann ich mich auch ... Zone heißt ja eben auch so ein bisschen abgrenzen mit vielleicht Durchlässigkeit aber auch Abgrenzen.

00:10:41: Wie kann Ich mir meine Wohlfühlzone schaffen und die auch für mich erhalten auch in einer Welt die anders funktioniert?

00:10:49: Und wie kann ich auch andere inspirieren, das zu tun?

00:10:50: Ich glaube schon dass es möglich ist.

00:10:53: Funktioniert die Komfortzone denn auch einfach als Teil an sich oder funktioniert sie nur in Abgrenzung zu dem was ja auch passieren muss nämlich rauszugehen aus der Komfortzone.

00:11:06: also ich frage mich gerade ob nur die komfortzone alleine einfach da sein darf oder ob sie immer nur die Flucht ist aus dem Leistungsthema weil das wäre dann Also wäre ja schade, wenn die Komfortzone nur dann funktionieren kann.

00:11:19: Nee das guter Punkt Dennis.

00:11:22: ich denke der Komfort-Zone sollte eine Ressource sein und das ist so... Ich denke jetzt gerade an meine Meditationspraxis und da gibt es in der Achtsamkeitspraxis diesen sicheren Raum auch in anderen Methoden oder Ansätzen kommt er immer wieder vor also dass der Ort Indem ich nicht flüchte, aber indem ich mich zurückziehen kann, indem ich Kraft tanken kann.

00:11:43: Deshalb meinte ich eben diese Ressource die aber nicht insofern war meine Abgrenzung vielleicht ein falsches Bild der keine klare Grenze ist da ist eine Durchlässigkeit dar.

00:11:53: Ich kann mich dahin bewegen.

00:11:54: Ich bin aber auch flexibel und ich weiß auch dass natürlich die Welt drum herum anders funktioniert.

00:12:02: Also es ist ein bisschen ein geschützter Raum, der mir aber immer wieder die Möglichkeit gibt auch zu tanken und mich hineinzugeben in eine Zone, in der ich mich dann eben gestärkt durch diese Ressource auch wieder anders bewegen kann.

00:12:16: ja also vielleicht ist es eher so zu verstehen.

00:12:18: Gibt es denn für dich Regeln in dieser Komfortzone?

00:12:22: Ich komme aus dem Punkt dass ich den Eindruck habe in der Leistungsgesellschaft geht das Es geht um Leistung, es geht um Ergebnisse.

00:12:30: Aber es geht ja irgendwie auch um Anstrengungen, dass du zeigst das du dich anstrengst und das wäre doch mal interessant.

00:12:37: ist das etwas was in der Komfortzone auch sein muss?

00:12:41: Muss man sich dort auch anstrecken und wenn es nur eine Anstreckung ist möglichst relaxed zu sein um die Ruhe geholt zu haben.

00:12:49: Ist so spannend.

00:12:50: also fällt mir sofort spontan folgendes.

00:12:53: Die Komfortzone ist nicht irgendwie Couch-Potato Das mag sich der eine oder andere so vorstellen.

00:13:00: Die kommt meine persönliche Komfortzone beispielsweise, es ist die Bewegung.

00:13:05: also ich bin in Bewegungen und ich schwitze auch dabei Und hier streng mich auch dabei an.

00:13:10: Also nicht zu einem Punkt wo ich völlig erschöpft bin aber das ist ne totale Wohlfüllzone für mich und das heißt In dieser komfortzone darf und muss und soll aktivität sein würde Ich jetzt mal so sagen

00:13:24: Ja, okay.

00:13:24: Kann ich verstehen?

00:13:26: Also wenn ich zu dieser These noch mal zurückkomme dass man sagt Komfortzone ist ein Mythos es ist eigentlich eine Täuschung gibt's gar nicht können wir eigentlich sagen Naja Können wir schon in sofern widerlegen das?

00:13:38: wir sagen Wir sehen die mindestens in Abgrenzung zur Leistung.

00:13:42: Wir sehen sie eigentlich dort wo man wirklich sein kann wie man isst Dort wo man sein kann Wie man sich fühlt Wo man sich anstrengen kann oder auch nicht.

00:13:51: Das ist dann quasi das was uns ein gutes Gefühl gibt.

00:13:55: Und dann gibt es aber natürlich noch die Welt dahinter, also wir täuschen uns nicht wenn wir in die Komfortzone gehen das gibt es, aber es gibt die andere Welt ja

00:14:02: leider auch noch.

00:14:03: Absolut!

00:14:04: Aber ist es eben schon so?

00:14:06: würde ich jetzt mal so nochmal reinschießen vielleicht auch fast abschließen weiß ich nicht.

00:14:13: Wir brauchen diesen Wohlfüllraum der nicht bedeutet, dass wir träge und inaktiv sind.

00:14:20: Wir brauchen diesen Wohlfüllraum gerade in einer Zeit in die total voller Ambiguität ist und die irgendwo ja auch bedrohlich ist um überhaupt agieren zu können, um verändern zu können also und um uns entwickeln zu können.

00:14:35: Also nicht nur uns selbst sondern auch die Welt

00:14:38: Und um kreativ zu sein und das könnte jetzt vielleicht dann so die zweite Tese sein, wie es ein bisschen in die Gegenrichtung geht.

00:14:44: Also wann kann Kreativität überhaupt entstehen?

00:14:48: Du hast vorhin schon erzählt von Dingen, die du in deinem Wohlfühlraum in deiner Komfortzone gerne machst.

00:14:53: Das ist dann vielleicht Auch eine andere Art von Anstrengung, aber es ist auf jeden Fall ein hier kann ich sein wie ich bin.

00:14:59: Und ist das dann vielleicht genau die Sicherheit, die man braucht um überhaupt Kreativität entstehen zu lassen?

00:15:05: Weil man ja auch schon manchmal sagt, Kreativity entsteht selten Unterdruck.

00:15:09: eher dort wo Menschen sich sicher fühlen können wir das gut unterschreiben dass wir sagen Ja und das passt.

00:15:18: Also würde bedeuten psychologische Sicherheit ist ne Voraussetzung für Innovation auch

00:15:24: Ja, würde ich schon sagen.

00:15:26: Weil wir das erleben wir ja auch in den Interviews die wir jetzt zum Thema Wertschätzung geführt haben dass wir mit Leuten gesprochen haben über gute Ideen kreative Ideen und eigentlich das Thema psychologische Sicherheit immer wieder genannt worden ist, was man gesagt hat nur aus der Sicherheit heraus kann nicht kreativ sein.

00:15:44: aber warum romantisieren wir denn dann eigentlich so Stress als Motor für Leistung?

00:15:49: Warum wird dieser Stress so positiv gesehen, den man dann irgendwie haben sollte?

00:15:53: Es ist ein Mythos der Leistungsgesellschaft denke ich mal und ein Mythus von... Ich weiß es nicht.

00:16:01: Einer auf Produktivität getrimmten Gesellschaft die sehr technokratisch orientiert ist denke ich also insofern das ist schon ja es ist schon eine gewisse Form von Verirrung die drin steckt

00:16:16: vielleicht noch mal so ein Admini-Zwischenzusammenfassung.

00:16:19: Also ich finde, wir haben jetzt eigentlich einen ganz guten Punkt zu diesem.

00:16:23: psychologische Sicherheit ist wichtig.

00:16:26: Wir haben auch einen guten Punkt Zu Komfortzonen sind wichtig.

00:16:29: Sie sind vielleicht manchmal Rückzugsort Manchmal auch Erlebnisort.

00:16:34: Da darf Anstrengung passieren oder darf keine Anstrendungen passieren und irgendwie Ist dann aber der Überbau der Leistungsgesellschaft die wer nicht so richtig abbauen können, die immer noch da ist.

00:16:45: Was ist denn wenn wir Menschen haben, die in ihrer Komfortzone bleiben?

00:16:50: Das ist ja vielleicht auch was das in der Leistungsgesellschaft manchmal sehr negativ gesehen wird – was in sehr so performance-getriebenen Kreisen auch immer so negativ sehen wird dass die Topplayer müssen rausgeholt werden aus der Komfortzone oder vielleicht werden manchmal Mitarbeiterinnen und Unternehmen auch rausgedrängt aus der Komfortzone.

00:17:09: Dass man sagt, nein wir wollen dich extra jetzt in einen Performancebereich bringen wo du die Möglichkeit haben sollst Topplayer zu werden.

00:17:19: wenn du es nicht schaffst dann bist du raus.

00:17:21: Guter Punkt Dennis.

00:17:22: ich glaube dass da an der Stelle Führung sehr wichtig ist weil Du sprichst von Organisationen und Du hast von Menschen gesprochen die vielleicht aus welchen Grund auch immer?

00:17:32: Aus Angst, aus Bequemlichkeit, aus... Ich will's gar nicht werten jetzt aber in einer bestimmten Verfasstheit auch bleiben.

00:17:40: Ich glaube, dass da wichtig ist auf eine sag mal humane Weise... ...eine gewisse Form Durchführungskräfte.

00:17:49: Ich will nicht sagen Challenge ist da nicht schön der Begriff glaub ich oder nicht passend.

00:17:56: Inspiration!

00:17:57: Oder Impulse zu setzen.

00:17:59: So ein Nudging

00:17:59: vielleicht genau um sich in Bewegungen zu bringen.

00:18:04: also Das ist eine Form von positiver Beeinflussung, weil ich muss mich als Jugendskraft in dem Moment ja auf den Einzelnen einstellen.

00:18:13: Ich muss schauen welche Nudges oder welche Impulse gebe ich damit sich hier was bewegt bei dieser Person entwickt damit der Raum sich erweitert.

00:18:26: der Zone Ja In der Entwicklungszone.

00:18:29: Wie unterscheidet sich das denn also einerseits?

00:18:31: bringst du jemanden durch nudgen, vielleicht durch sehr intensives nudgen sag ich jetzt mal auch dazu dass er sich verändert?

00:18:39: das ist ja also da ist ja die grenze zur erzwungenen veränderung oder erzwungenden entwicklung sehr schmal.

00:18:48: Und auf der anderen Seite hat man aber so die freiwillige Entwicklung dieses aus sich heraus, intrinsisch motiviert in die eigene Entwicklung gehen.

00:18:56: Wie unterscheidet es sich denn die frei willige Entwicklung und die erzwungene Veränderungen?

00:19:00: Ist das im Endeffekt vielleicht hinterher genau das gleiche?

00:19:03: oder sollte man immer auf die frei Willigentwicklung ziehen?

00:19:07: Ich

00:19:07: glaube dass muss man synchronisieren weil du bist ja... immer so sein, dass du als Führungskraft natürlich gewissen Ergebnissvorgaben und Zielen irgendwo verpflichtet bist.

00:19:22: Das heißt, du musst natürlich schauen das du deinen Team und deine Mitarbeitenden dazu bewegst sich auf dieses Ziel und die Ergebnisse hin zu bewegen.

00:19:30: Das heisst es wird immer eine Mischung sein und das ist halt die Herausforderung für dich als Fährungskräft natürlich das zu synchronisieren wie du es gerade beschrieben hast zwischen Okay, da ist ein gewisser Druck und Zwang drin.

00:19:41: Auf der anderen Seite ist da eine positive, also eine Beeinflussung in dem Sinne notwendig die sehr aufs Individuum bezogen ist, die eine freiwillige Entwicklung fördert.

00:19:56: Also es muss irgendwie eine gute Synchronisation draus sein, das sind echt Herausforderungen.

00:19:59: Aber ich glaube anders wird es nicht gehen.

00:20:01: Ja so eine Anmischung aus Anspannung Entspannungen würde ich es vielleicht auch aus meinem Erleben erzählen, dass das sich auch in Phasen in denen ich selber gut jetzt auch als Kind der Leistungsgesellschaft selber ein Tick zu angespannt gewesen bin dann wieder eine Phase der Entspannung brauche und beides auch synchronisiert zu einer Entwicklung.

00:20:23: ...zu weiteren Erfahrungen wieder dann führt.

00:20:25: Absolut,

00:20:26: absolut!

00:20:26: Und im Grunde ist es ja das was auch immer so beschrieben wird als die Führungskraft... ...als Coach, als Mentor also eine andere... Also das ist im Grund genommen ja diese Rolle, ne?

00:20:35: Dieses Spannungsfeld zwischen AHA okay ich muss auf Leistung und auf Ergebnisse hinarbeiten aber eben ganz beruhtsam und sehr individuell auch mit Impulsen und Persönlicher Entwicklung verpflichtet für

00:20:52: mich.

00:20:52: Ich würde gerne noch einen anderen Aspekt mit dir diskutieren, der dazu gehört nämlich das Thema Leichtigkeit.

00:20:59: Also ich finde manche Menschen – ich beziehe es jetzt vielleicht mal auf Künstlerinnen und Künstlerin – dass ich da den Eindruck habe, manche sind so in einer Leichtigheit, dass sie zum Beispiel Kunst entwerfen kreativ sind, etwas designen.

00:21:16: Und ich dann manchmal denke wie schaffen die das eigentlich?

00:21:20: In dieser Leichtigkeit immer wieder zu sein.

00:21:22: Warum sieht das so leicht aus?

00:21:23: Ja, das ist nicht nur in der Kunst so.

00:21:25: Das ist auch sonst im Business so.

00:21:27: Warum sehen manches bei manchen Menschen so leicht aus?

00:21:29: und ich habe mich schon ertappt dabei dass sich einerseits das bewundere andererseits aber auch eine Leichtigheit manchmal als was oberflächliches abtoure und sagt naja wenn es so leicht ist dann kann das doch eigentlich hinterher gar keinen hohen Wert haben.

00:21:44: muss der Wert nicht durch die Anstrengung kommen.

00:21:47: Jetzt stelle ich mir gerade so einen Menschen vor, der in seiner Komfortzone ist und dann dort vielleicht die Meisterschaft in der Leichtigkeit gefunden hat.

00:21:55: Und drumherum sind total viele Menschen, die auch sagen es gar nicht so viel wert weil du hast dich ja gar nicht angestrengt.

00:22:01: also wie gehen wir damit umgehen?

00:22:03: Wie gehen wir da mit um dass manchen Menschen alles scheinbar leicht

00:22:07: fällt?

00:22:08: ein guter Punkt.

00:22:09: Ich musste so schmutzeln, weil ich habe sogar nach meinem Post-It gedacht was an meinem Monitor klebt und da steht drauf es darf auch leicht sein.

00:22:21: Fakt ist ehrlich das funktioniert bei mir nicht.

00:22:25: Ich krieg's wirklich noch nicht richtig hin.

00:22:26: also trotz Meditationen sind die Glaubenssätze und die Muskeln wirken noch zu stark.

00:22:32: und meine Antwort auf deine Frage Ehrlich gesagt glaube ich, dass es für jeden unterschiedlich ist.

00:22:38: Da gibt's keine allgemeine und verbindliche Antwort.

00:22:41: Erstens weiß ich nicht ob es leicht ist für die, die vermeintlich wo es wirklich leicht aussieht?

00:22:46: Ob es wirklich leicht ist?

00:22:47: Frag sie mal!

00:22:48: War das

00:22:48: leicht?!

00:22:50: Keine Ahnung... Und ehrlich gesagt auch so für manche ist es gut wenn sich schwer anfühlt, wenn es am Ende leicht wird da durch.

00:22:58: Also auch das ist ein Weg.

00:23:02: Jeder muss seinen eigenen Weg da tatsächlich finden.

00:23:04: Und es ist, ich glaube das Entscheidende ist so aus dieser Bewertung rauszukommen.

00:23:11: Also zu sagen... Das war ja das Thema eben auch was du gerade sagtest wenn's leicht ist.

00:23:18: Es kann nicht gut sein.

00:23:21: Man muss sich angestrengt haben.

00:23:22: So sind wir auch eingestiegen.

00:23:24: Ist eine brutale Bewertungen halt und vielleicht da einfach mal rauszukomen sein zu lassen halt.

00:23:32: Es darf leicht sein, es darf aber auch mal schwer sein!

00:23:35: Es darf anstrengend sein und es darf auch mal weh tun... ...es darf nur nicht zum Dauerzustand werden den man irgendwie für sich gar nicht mehr reflektiert hinterfragt und von vornherein auch bewertet so.

00:23:44: Ja ja kann ich gut nachvollziehen.

00:23:47: Ich finde das natürlich schön wenn in der Gesellschaft vielleicht auch manchmal Mühellosigkeit so eine Art Qualitätsmerkmal sein könnte oder dürfte und wenn ich jetzt wieder ans Agenturumfeld denke dann erlebe ich ja schon dass manchmal den Menschen, die ein bisschen senioriger sind vielleicht auch eine gewisse Erfahrung unterstellt wird und diese Erfahrungen dann auch damit zu tun hat.

00:24:12: oder damit verbunden ist, dass man sich nicht so stark anstrengt bei bestimmten Gedanken weil man bestimmte Erfahrungen schon gesammelt hat.

00:24:19: Und ich erlebe mich je älter ich werde, je senioriger ich werde.

00:24:23: auch das ich manchmal schon in eine gewisse Müllosigkeit komme.

00:24:27: Weil ich denke oh Mensch da habe ich ja wirklich einen großen Fundus auf den ich zurückgreifen kann.

00:24:31: Ich muss ein Gedanken nicht komplett neu entwickeln sondern ich hab den vielleicht schon mal gehabt und deswegen würde ich mir total wünschen dass das auch diese Art von Mühlosigkeit manchmal ein Qualitätsmerkmal wäre.

00:24:44: Verstehst du ungefähr was ich meine?

00:24:45: Ja,

00:24:45: schöner Gedanke!

00:24:46: Das ist für den guten Gedanken.

00:24:48: Ah, Mühlosigkeit, Qualitäzmerk mal... Also Du hast ja davon gesprochen dass es wirklich gesellschaftlich akzeptiert ist.

00:24:56: also erstmal muss das ja für Dich akzeptieren.

00:25:04: Ich kann das nicht beantworten.

00:25:06: Es wäre schön, ich fände es toll weil es würde ja genau dem Gedanken entsprechen eben nicht zu werten sondern alles zuzulassen ist möglich und ist per se erstmal nicht schlecht und nicht gut als es einfach da und es darf existieren Ich weiß es nicht, also ich find's gut.

00:25:29: Wir vertrauen dem manchmal halt nicht so, wir vertrauen irgendwie eher dem Schwierigen als dem Einfachen.

00:25:34: dabei gibt es vielleicht noch mal einen einfachen Weg den man schonmal erdacht hat auf denen man zurückgreifen kann wo man sagt auch Mensch das ist doch toll guck mal das habe ich schon einmal gemacht diesen Weg zu gehen und daraus muss jetzt keine große Innovation entstehen sondern man sagt dass funktioniert das ist einfach und das hat trotzdem damit seinen Wert ist es verbunden auch mit Müllosigkeit.

00:25:56: Wenn du das aber dann äußerst, vielleicht auch in einem Umfeld... Ich kenne jetzt halt hauptsächlich das Agentur-Umfeld, da kann es manchmal auch sein dass eben dann gesagt wird Ja, das kannst du doch nicht sagen!

00:26:05: Das bedeutet ja, dass du dir gar keine Mühe gegeben hast.

00:26:09: Nee, habe ich vielleicht doch irgendwann mal diese Mühe.

00:26:12: Aber jetzt in dem Moment ist für mich die Qualität trotzdem da.

00:26:16: Also es ist interessant wie du es gerade beschreibst, weil ich hab grad mir versucht so eine Situation vorzustellen.

00:26:21: wenn jemand das wirklich Wenn du es wirklich so beschreiben würdest, dann musst du sagen hey ich hab jetzt hier, muss man ja nicht dazu sagen auf uns seine Erfahrung in der gewissen Kompetenzvorsprung dadurch vielleicht auch hat man's geschafft ganz einfach ein Projekt viel schneller zum Erfolg oder zum Ergebnis zu bringen als jemand anders das gemacht hat.

00:26:44: Würde man so nicht machen weil du von vornherein neider natürlich damit irgendwo auch provozierst?

00:26:53: Ja, das ist mühelos, so ein Ergebnis zu kommen.

00:26:57: Es immer auch bringt dich sofort in Vergleich und Vergleich macht dir immer einen schlecht.

00:27:01: Und im Zweifelsfall ist es immer der Dove, der so lange dazu gebraucht hat, nicht effizient.

00:27:07: Und du, der es so schnell geschafft hat bist irgendwie halt... A, kann es nicht so gut sein?

00:27:15: Weil wir haben ja auch gelernt jetzt mehrfach, man muss sich bemüht haben.

00:27:20: Es muss gedauert haben vielleicht auch damit es richtig gut ist und wenn du schnell gemacht hast kommt noch der Neid dann dazu.

00:27:28: Ja, verzweckte Situationen.

00:27:29: Total!

00:27:30: Ich finde das mit dem Neid auch ganz interessant weil das ja etwas ist was glaube ich keiner gerne über sich sagt ne?

00:27:35: Ich bin neidisch oder ich wäre gern so wie die Person und da halt mit umzugehen dass man selber bei manchen Sachen sich mehr anstrengen muss als eine andere Person.

00:27:46: Das ist vielleicht auch schwer immer in diesen Vergleich reinzukommen den man aber im Business-Umfeld wahrscheinlich auch nie ganz ausschalten kann.

00:27:52: diesem Vergleich Ja

00:27:53: absolut, ich denke auch gerade an diese Situation.

00:27:56: Es gab ja auch gerade nach der Pandemie, gab es ja Überlegungen auch, die gibt's ja immer noch und inzwischen macht man sie schon wieder anders.

00:28:04: Holt man die Mitarbeitenden wieder ins Büro zurück oder gibt man ihnen den Freiraum vielleicht wirklich nur vier Tage zu arbeiten?

00:28:12: Gibt ihr auch Unternehmen, die das praktizieren?

00:28:16: das setzt ja voraus, dass du die gleiche Workload, die du vorher halt in Vollzeit geschafft hast jetzt in einem kürzeren Zeitraum hinbekommst.

00:28:24: oder eben weil ich die Pandemie ansprache oder remotework eben in nicht kontrollierbarer Arbeit mehr.

00:28:29: tatsächlich so und dadurch ist ja auch vieles so aufgebrochen worden.

00:28:33: Was passiert dann wenn jemand auf einmal feststellt hey!

00:28:35: Wenn ich zu Hause bin und vielleicht gewisse Ablenkungen oder dies oder jene ein anderes Umfeld habe komme ich vielleicht viel schneller zu einem Ergebnis als ich das vorher gemacht hab auch so manches in Frage gestellt.

00:28:47: Es hat sehr viel mit Vertrauen zu tun, es hat damit zu tun auch mit dem wieviel Wert hat jemand in seiner Arbeitsstunde?

00:28:55: Also ich muss da immer dran denken dieses it's not the hours you put into your work is to work you put in yours und dass man natürlich jemandem zugestehen muss der sagt Ich bin jetzt hier sehr lange in der eigenen Komfortzone, vielleicht.

00:29:10: Ich bin vielleicht im Homeoffice ganz stark in meiner Komfortzone und das ermöglicht mir bestimmte tolle Ergebnisse.

00:29:18: Es ermögcht mir aber auch, ganz mühelos zu Ergebnissen zu

00:29:21: kommen.".

00:29:22: Und beides hat aber dahinter sein Wert und ist genauso wertvoll wie jemand, der nicht im Homeoffice arbeitet.

00:29:27: Sondern im Office mit seinen ganzen Kollegen, dass man das gleichstellen

00:29:30: kann.

00:29:30: Absolut!

00:29:31: Also es hat sehr viel... Das was du ja jetzt auch wieder sagst, was dich auch mir gesagt hat, es hat vielen mit Bewertung zu tun.

00:29:39: also welchen Wert geben wir?

00:29:43: oder mit welchem Wert beschreiben wir denn ein Prozess?

00:29:45: Ein Ergebnis?

00:29:48: Ja, da müssen wir einfach lernen aus der Bewertung rauszukommen und uns darf viel mehr zu öffnen.

00:29:53: Ja genau ich fände eine letzte These noch ganz spannend um nochmal so ein bisschen in diese Komfortzone reinzukommen.

00:29:59: vielleicht können wir da nur mal darüber diskutieren.

00:30:01: Wir haben vorhin ein bisschen erlebt die einerseits haben wir die Komfort Zone auf der anderen Seite vielleicht so die große Anstrengung, die Leistungsgesellschaft, die Erwartungen der Leistungs- gesellschaft.

00:30:12: Und das ist so ein bisschen bipolar gedacht.

00:30:15: Einerseits dass eine dann auf der anderen Seite das Conträr entgegengesetzte.

00:30:21: Wo passiert denn quasi die größte Entwicklung?

00:30:24: Wo passiert den das womit man am besten sich weiterentwickeln kann und die tollsten Ergebnisse schaffen kann?

00:30:31: vielleicht ist es ja gar nicht Nur in dem einen oder nur in den anderen, sondern an der Schnittmenge des Beinen.

00:30:37: Wo findet... An welchem Punkt findet auf eine konstruktive Art und Weise, wie ich mal sagen, Veränderungsstadt?

00:30:43: Also gibt es so ein Kipppunkt zwischen.

00:30:46: Der Schmerz ist jetzt so groß, das ist ja das was wir kennen.

00:30:48: Der Schmärz ist so groß.

00:30:49: Der Druck ist so gross Es muss sich etwas verändern.

00:30:53: dann komme ich wirklich aus der Schmerzzone, aus der Panikzone fast heraus.

00:30:58: Guter Begriff.

00:31:00: Genau

00:31:00: und dann verändert sich was.

00:31:03: Dann bin ich aber immer noch nicht in der Komfortzone, hat damit ja erstmal gar nichts zu tun, da bin ich ja im Prinzip in einer Entwicklungszone.

00:31:11: Und die Frage ist Kann Veränderung tatsächlich auch aus einer Komfortzone heraus entstehen?

00:31:19: oder brauche ich dazu wirklich einen Impuls der, ich will nicht sagen aus der Panikzone aber der zumindest aus einem inneren Druck heraus also durchaus auch aus einem negativen Gefühl heraus entsteht.

00:31:32: Gibt es da irgendwas dazwischen?

00:31:34: Oder vielleicht ist das ein Prozess, der unterschiedlich ablaufen kann?

00:31:39: was glaubst du?

00:31:40: Ich glaube, dass es wirklich bei jedem Menschen anders ist.

00:31:43: Dass man auch gespeist wird von seinen Erfahrungen die man gemacht hat.

00:31:48: wenn eine Person immer Impulse von außen aufsaugt und das zu einem eigenen Wert macht dann wird es für diese Personen immer wichtig sein dort hineinzugehen wo die Impulse kommen und nicht sich zurückzuziehen in einen eher impulsfreien Raum.

00:32:08: Ich weiß, damit tue ich der Komfortzone unrecht aber ich würde schon sagen das ist vielleicht auch etwas wo man nicht zu viele Impulse zur Entwicklung oder zum Wachstum bekommt sondern das ist genau wie du gerade sagst an der Grenze.

00:32:20: In einem Entwicklungsraum...ich weiß nur nicht wie man den erkennt.

00:32:25: also Ich weiß schon mal gar nicht, wie die einzelnen Leute den erkennen wollen.

00:32:30: Also wenn ich jetzt jemand bin der lieber in der Komfortzone ist was ich glaube ich gar nicht so bin dann weiß ich halt nicht Wie komme ich denn rein?

00:32:40: In die Entwicklungszone?

00:32:42: weil wenn ich einen Schritt zu weit gehe Bin ich ja schon an der Panikzone und dann bin ich vielleicht so abgeschreckt Dass sich mich sofort wieder zurückziehe in mein Schneckenhaus.

00:32:50: das sind die starren eine Starre irgendwie gerätsten.

00:32:54: Also ich musste jetzt gerade wieder, als du das sagst an diesen einen und ich weiß es kommt da ein Wort drin vor was ich eigentlich nicht benutzen möchte.

00:33:01: Ich machs aber trotzdem If it doesn't challenge you It doesn´t change you.

00:33:04: Das habe ich mir auch irgendwo mal, das war so eine Zeit lang mein Mantra Und ich hab letztens mit jemanden darüber diskutiert und die sagte dieses blöde Wort Challenging und das tut ja nur weh, dass ist sehr individuell.

00:33:16: also mir tut's nicht weh weil ich glaube, wie soll ich es beschreiben?

00:33:21: Dass dieser Raum was du gerade so als Impulsraum beschrieben hast, dass das der Raum ist dieser Zwischenraum in dem Veränderung entstehen kann.

00:33:32: Bei mir ist es so ich will das jetzt nicht kategorisch sagen, dass es für alle Menschen so ist aber ich könnte mir vorstellen, dass er für viele Menschen so isst.

00:33:40: also da wo ein Impuls ist das kann auch mal ein Pixar sein der mal ein bisschen zwickt Aber der was bewegt Also da wo was in Bewegungen kommt durch Impulse Da findet Veränderungsstadt.

00:33:54: Ja, kann ich super nachvollziehen.

00:33:56: und auch würde dieses Wort Challenge schwierig sehen finde ich super dass du das so eingeordnet hast.

00:34:01: Ich würd sagen mein eigenes Mantra ist ein bisschen unterkomplexer nämlich sei mutig.

00:34:07: Das ist etwas was ich mir häufig sage.

00:34:10: wenn ich drum herum in einem Umgebung bin wo nicht so viel Veränderungen gerade passiert wo ich sehr stark in meiner Komfortzone bin dann habe ich den Verdacht dass ich gerade nicht mutig genug bin und dass das etwas ist Eigentlich was ja sehr schön ist, dass ich vorher vielleicht so viel Psychologische Sicherheit hatte.

00:34:28: Dass sich mich dann trauen kann mutig zu sein und dann diesen kleinen Schritt zu gehen Und dann können das auch mal größere Schritte sein je nachdem wieviel Mut man gerade so angesammelt hat.

00:34:37: und Dann bin Ich auch bereit in diesem Raum zu gehen und die Veränderungen die Entwicklung zuzulassen.

00:34:42: und Vielleicht braucht jeder jede von uns Braucht So seinen eigenen Weg um aus der Komfortzone rauszugehen und an den richtigen Punkt zu kommen.

00:34:53: Und dann können wir uns wahrscheinlich darauf kommenten, dass genau an diesem Rand da fängt dann die Veränderung und die Entwicklung an.

00:34:58: Das ist ein super Schlusswort!

00:35:00: Mut tut gut, mega!

00:35:02: Ja absolut.

00:35:04: also es war ein super spannendes Gespräch denn... Wünsche mir natürlich, dass alle die uns jetzt zugehört haben vielleicht mal mutig sind und sich wenn sie sich mit dem Thema Veränderung beschäftigen.

00:35:17: Sich zum einen unseren Podcast den man überall da hören kann wo es Podcast gibt nämlich Vitamin B anhören, auch andere Folgen die wir ja schon auf unseren Plattformen haben oder aber auch wenn man tatsächlich ein Projekt hat von man sagt hey geht es jetzt in Veränderung.

00:35:34: Es geht darum Zusammenarbeit zu verändern und zu verbessern Führungskultur zu verbesstern tatsächlich da Impulse zu bekommen dann machen das auch total gerne.

00:35:45: Herzlichen Dank, liebe Doro.

00:35:46: Es war ein tolles Gespräch und ganz lieben Dank an euch da Hause für das ihr zugehört habt.

00:35:52: Folgt uns gerne und bleibt wertgeschätzt!

00:35:55: Absolut

00:35:56: vielen Dank.

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